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Kamidana des Hakushinkan Dojo Bonn  

Warum eine Kamidana:
kamidana Wir sind keine Anhänger des Shinto, also warum eine Kamidana? Erst einmal ist dies eine Frage der Tradition – im Dojo von Sagawa Sensei in Tokyo steht auch eine, recht ähnliche Kamidana. Die Kamidana drückt also auch eine gewisse Beständigkeit in der Gestaltung des Hakushinkai Bonn aus, die das Hakushinkai Dojo Tokyo zum Vorbild hat. Darüber hinaus sollten wir die Kamidana als Symbol für innere Inhalte im Iaido und im täglichen Leben wahrnehmen. Im Unterschied zu einer Sporthalle hängt im Dojo mit der Kamidana eine ständige Erinnerung an solche Inhalte.

Die Kamidana könnte man in diesem Hinblick als eine Hilfe auf dem Wege der persönlichen Weiterentwicklung verstehen. Dies kann ganz unabhängig von der Shinto-Tradition geschehen. Ein paar Anregungen zu diesem Thema sind den folgenden Erklärungen zur Gestaltung der Kamidana zu entnehmen. Die Kamidana ist bei uns wie traditionell üblich auf der Shomen Seite angebracht, weit genug oben, um nicht beim Training beschädigt zu werden. Es handelt sich um eine Kamidana mit drei Gebäudeflügeln und Holzdach. 

Inhalt der Kamidana:
In der Kamidana befindet sich ein Spiegel (Kagami), sowie ein sog. Ofuda (Papieramulett) von Amaterasu Omikami, der Leitgöttin japanischer Mythologie. Im heutigen Sinne könnte der Spiegel Klarheit, und eine durch Täuschungen unbeeinträchtigte Selbsterkenntnis symbolisieren. Die Verwendung eines Amuletts von Amaterasu Omikami wird oft als das läuternde Licht der Wahrheit interpretiert. 

Shimenawa:
Über der Kamidana hängt das Shimenawa. Shimenawa werden im Shinto dazu verwendet, Bereiche des göttlich-ideellen vom menschlichen zu trennen. Es besteht aus einem dicken geflochtenen Strohseil, an dem vier Zickzackförmige Papierstreifen (Shide) angebracht sind, die das reinigende Licht symbolisieren. Shimenawa werden im Shinto benutzt, um besondere Orte abzugrenzen, so zum Beispiel Schreine oder Bäume, in denen Geister wohnen. In diesem Fall wird das Seil um den Baum geschlungen. Auch der Ring beim Sumo-ringen ist durch ein Strohseil ähnlicher Art eingefasst.


Goshikinuno:
Fünffarbiges Tuch, symbolisiert vermutlich die vier Taoistischen Richtungen, plus noch ein ideelles Zentrum, aus dem alles entspringt.

Sakaki:
Rechts und links stehen Vasen mit Sperrstrauch (Sakaki). Man kann dies als Symbol für Natur/Natürlichkeit und beständiges, langsames Wachstum betrachten.  

Gefässe:
Zusätzlich befinden sich auf dem Regal Gefässe mit Sake, sowie ein Teller mit Salz. Beide haben im Shinto vielfältige Bedeutungen.

 
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